Archives 2026

Solidarität nach Berlin

Dass in Berlin ein „Attentat“ auf den CSD verübt wurde, macht uns alle sehr betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen, den Opfern, allen Betroffenen und der gesamten Community.

Islamismus, Rechtsextremismus und auch Zionismus haben alle dasselbe Fundament: Sie lehnen die liberale Demokratie ab, sie vertreten ein autoritäres Weltbild, erheben einen Absolutheitsanspruch auf ihren Standpunkt, leben in einem Freund-Feind-Denken, grenzen Gegner*innen aus und werten sie ab, entmenschlichen sie. Sie kreieren Feindbilder und schüren Angst, verbreiten Verschwörungstheorien und rechtfertigen und verherrlichen Gewalt. Angriffe aus diesem Spektrum, entspringen also immer derselben faschistischen Grundidee.

Rechte bis rechtsextreme Kräfte nutzen diesen Vorfall, um Hass gegen den Islam zu schüren und die queere Community im Streit darüber zu spalten. Der Islam ist eine der großen Weltreligionen, die auf dem Glauben an Allah, den Koran und die Lehren des Propheten Mohammed basiert. Islamismus hingegen ist eine politische Ideologie, die eine radikale Interpretation des Islam zur Grundlage einer gesellschaftlichen und staatlichen Ordnung machen will. Also ziemlich genau dasselbe, was AfD und andere rechtsextreme Kräfte auch wollen.

Wir müssen gerade jetzt als Community und als Demokrat*innen zusammenhalten und dürfen uns nicht spalten lassen.

Unterstützung aus der Community

Heute, Sonntag, 26. Juli 2026, öffnet ab 16 Uhr das Inside:Out in Wuppertal für alle, die nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin nicht allein sein möchten. Ein Ort zum Trauern. Zum Reden oder Schweigen. Zum Innehalten. Zum Zusammensein. Begleitung ist vor Ort. Ihr seid willkommen wie ihr gerade seid. 🖤🏳️‍⚧️🏳️‍🌈

Save the date: 19.9.2026 ab 14 Uhr CSD Remscheid #4

Der 4. CSD in Remscheid findet am 19. September 2026 ab 14 Uhr statt.

Die große politische Demo auf dem Rathausplatz beginnt bereits eine Stunde früher als in den Vorjahren. Es wird eine Bühne geben und ein politisches Programm mit lauten Stimmen, die sich für queere Rechte, queeres Leben und Solidarität der Demokrat*innen gegen das Widererstarken des Faschismus richten.

Im Anschluss ziehen wir gemeinsam mit Regenbogenfahnen, politischen Forderungen und lauter queerer und solidarischer Musik vom Rathausplatz über die Hindenburgstraße in den Stadtpark.

Im Stadtpark gibt es wieder das große Fest mit Info- und Verkaufsständen, Getränke- und Foodtrucks, coolen Aktionen und einem regenbogenbunten Bühnenprogramm – mit viel Musik.

Die Demo wird organisiert von Remscheid tolerant e.V., Aidshilfe Wuppertal e.V. mit dem Queeren Treff 18+ und dem trans Treff, sowie der Aktion Muteinander, die sich u.a. mit dem Adenauer HG1 beteiligt.

Das Fest im Park wird von der AGOT e.V. organisiert und durchgeführt. In der Arbeitsgemeinschaft Offene Tür sind die freien Jugendträger*innen der Stadt Remscheid organisiert.

Fetischmasken beim CSD? Ja, natürlich!

Menschen aus der Fetisch-Community waren maßgeblich an den Anfängen der CSDs in Deutschland beteiligt. Ohne sie gäbe es die CSDs wahrscheinlich nicht in der Form, wie wir sie heute kennen. CSDs sind ein Raum für die Sichtbarkeit von Lust und stellen sich gegen Tabuisierung.

Fetischkleidung und Fetischmasken sind beim CSD Remscheid auch in diesem Jahr wieder erlaubt. Wir demonstrieren gemeinsam für Vielfalt und Enttabuisierung.

Fetisch gehört zum CSD und zur queeren Community. Solange Gesetze und Regeln eingehalten werden und sexuelle Handlungen nicht öffentlich zur Schau gestellt werden, ist Platz für alle, die stolz und frei auf die Straße gehen. Unsere Community lebt von Toleranz und der Akzeptanz unserer Unterschiede.