Fetischmasken beim CSD? Ja, natürlich!

Menschen aus der Fetisch-Community waren maßgeblich an den Anfängen der CSDs in Deutschland beteiligt. Ohne sie gäbe es die CSDs wahrscheinlich nicht in der Form, wie wir sie heute kennen. CSDs sind ein Raum für die Sichtbarkeit von Lust und stellen sich gegen Tabuisierung.

Fetischkleidung und Fetischmasken sind beim CSD Remscheid auch in diesem Jahr wieder erlaubt. Wir demonstrieren gemeinsam für Vielfalt und Enttabuisierung.

Fetisch gehört zum CSD und zur queeren Community. Solange Gesetze und Regeln eingehalten werden und sexuelle Handlungen nicht öffentlich zur Schau gestellt werden, ist Platz für alle, die stolz und frei auf die Straße gehen. Unsere Community lebt von Toleranz und der Akzeptanz unserer Unterschiede.

CSD Remscheid – Der Film

Ein Film von Tom Jantschik

„CSD Remscheid – Der Film“ ist ein Film von Tom Jantschik für Die Welle gGmbH, der im Rahmen des CSD Remscheid #1 entstanden ist.

Das erste Mal vorgeführt wurde der Film in einer noch nicht ganz endgültigen Version im Remscheider Stadtrat, um auch den Remscheider Politiker*innen, die nicht auf dem CSD waren, zu zeigen wie bunt Remscheid ist, und dass unsere Forderungen für zahlreiche Menschen unserer Stadt wichtig sind.

Remscheid ist bunt. Und das ist auch gut so. HAPPY PRIDE!

Save the date: 21.9.24 #csdremscheid

Schon während der Orga ist es regenbogenbunt. Foto: CSD Remscheid

Der Termin für den 2. Remscheider CSD steht: Am Samstag, 21. September 2024 startet der 2. Remscheider CSD um 15 Uhr auf dem Rathausplatz.

Da unsere Forderungen aus dem vergangenen Jahr noch überhaupt nicht erfüllt wurden, gehen wir auch in diesem Jahr für eine große Demo auf die Straße und werden unsere Forderungen an Stadt, Land und Bund erneuern und noch lauter heraustrompeten.

Die Demo endet im Stadtpark, dort wird der Staffelstab, bzw. die Regenbogenflagge, an die queere Party im Stadtpark weitergereicht. Es wird wieder ein buntes und frisches Bühnenprogramm geben, an zahlreichen Ständen kann man sich informieren, spielen, essen, trinken, … Um 22 Uhr geht dann auch diese Party zu Ende und die Vorbereitungen für den CSD Remscheid #3 für 2025 starten.

Neues Logo

Das neue Logo: Löw:in-Kopf - CSD Remscheid #2 2024
Das neue Logo: Löw*in-Kopf – CSD Remscheid #2 2024

Für den Remscheider CSD gibt es ein neues Logo, das Denise und ihr Mann mit den Rückmeldungen aus der Orga entwickelt haben. Im Remscheider Stadtwappen gibt es den Remscheider Löwen. Diesem grob entlehnt gibt es einen Löw*in-Kopf, der regenbogenfarbig eingefärbt ist. Die Besonderheit bei Löw*innen ist, dass Löwinnen manchmal ganz natürlich auch eine Mähne entwickeln, wie männliche Löwen sie tragen. Das macht Löw*innen zum optimalen Wappentier des Remscheider CSD.

Logonutzung

Wer das Logo nutzen möchte, etwa um auf den Remscheider CSD aufmerksam zu machen, wendet sich bitte formlos per Mail an steeger@kraftstation.de und schildert bitte Absicht und Ort der Logonutzung.

Wolfgang Tillmans: Die Videobotschaft vom Schirmherrn

Wolfgang Tillmans: Videobotschaft vom Schirmherrn des 1. Remscheider CSD

Liebe Teilnehmende des 1. Remscheider CSD,

Ich freue mich, die Ehre zu haben, Schirmherr des ersten Remscheider Christopher Street Day zu sein.

Ich kann leider nicht selber in Remscheid dabeisein, weil ich eine Ausstellung neuer Bilder in New York habe, von wo ich dieses Grußwort spreche.

Ich bin 1968 in Remscheid in eine Welt geboren worden, in der Liebe zwischen zwei Männern noch unter Strafe stand. Meine Eltern erzählten mir mal, wie man in der Stadt in den 50er/60er Jahren hinter vorgehaltener Hand über sogenannte „175er“ argwohnte und mancher von ihnen den Ausweg aus dieser Ausgrenzung nur im Selbstmord sah. Der Paragraf 175 des Strafgesetzbuchs von 1871, den die Nazis noch 1935 verschärft hatten, wurde 1945 nicht aufgehoben sondern unverändert beibehalten. Erst 24 Jahre nach dem Ende der Gewaltherrschaft wurde er endlich weitgehend abgeschwächt, war aber noch weitere 25 Jahre bis 1994 im Strafgesetzbuch der Bundesrepublik verankert.

Die Lage Homosexueller in anderen Ländern war ähnlich prekär und ungerecht. Heute feiern wir den Tag im Jahr 1969, an dem sich erstmals Schwule in New York gewaltsam gegen Polizeischikanen und Verfolgung vor der Bar Stonewall Inn in der Christopher Street gewehrt haben. Die Unruhen setzten eine Energie der Befreiung gegen die gesellschaftliche Unterdrückung frei, die um die Welt ging.
Seitdem ist vieles passiert. In den meisten demokratischen Ländern Europas und der Welt ist Gleichstellung heute per Gesetz garantiert.

Das war ein langer Weg und ich bin den früheren Generationen zutiefst dankbar, die die Mühe auf sich genommen haben, für Freiheit, Akzeptanz und gleiche Rechte zu kämpfen.

Es ist toll, dass fast alle demokratischen Parteien in deutschen Städten den jährlichen CSD, und damit die Gleichstellung von LGBT+ Menschen, unterstützen.

Man könnte nun fragen, wozu braucht es denn dann überhaupt noch einen Christopher Street Day? Ist nicht schon alles erreicht? Es muss doch mal Schluss sein mit den Forderungen! Die Antwort ist klar. Unsere Freiheit ist nicht sicher solange es immer noch Menschen und religiöse und ideologische Extremist*innen und eine Partei gibt, deren Mitglieder das Recht, welches sie selber geniessen, um lieben und leben zu können wie sie wollen, anderen vorenthalten wollen – die anderen Menschen vorschreiben wollen, wie sie in ihrem Körper fühlen und leben sollen.

Die Rechte von Lesben Schwulen Bisexuellen Trans Queeren Intersex und asexuellen Menschen sind nichts weniger als Menschenrechte. Wir wollen nichts Außergewöhnliches und keine Sonderwünsche, wir wollen nur die gleichen Rechte der Selbstbestimmung haben, wie sie in der heterosexuellen Gesellschaft als normal angesehen werden. Respekt, offen leben können und uns nicht verstecken oder verstellen zu müssen, am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Familie, im Freundeskreis oder im Sportverein. Das schafft Zusammenhalt und Vertrauen und kostet niemanden etwas, trotzdem ist es in weiten Teilen der Gesellschaft immer noch nicht selbstverständlich.

Zum Abschluss möchte ich noch daran erinnern, dass Frauenrechte und LGBT+ Rechte eng miteinander verbunden sind. In vielen Ländern sind heute immer noch beide gleichzeitig bedroht und es gibt sogar aggressiv-repressive Gegenbewegungen, die uns bereits gewonnene Rechte im Namen von “Familie” und “Religion” wieder nehmen wollen.

Ich freue mich, dass heute in Remscheid gemeinsam von vielen Menschen aus der ganzen Stadt und dem Bergischen Land ein Zeichen für Gleichheit, Respekt und Emanzipation gesetzt wird und wünsche allen einen ausgelassenen Tag.

Ganz herzlich
Wolfgang Tillmans

www.tillmans.co.uk
www.betweenbridges.net

Unsere CSD-Broschüre

Zum CSD haben wir eine achtseitige Broschüre veröffentlicht. Darin finden sich neben dem Grußwort unseres Schirmherrn Wolfgang Tillmans die Infos zu den Spirituellen Impulsen „Flagge zeigen!“ in der Lutherkirche, eine geschichtliche Einordnung, unser Forderungskatalog und das Programm in Kurzform.

Die Broschüren werden am 15.9. ab 18 in der Lutherkirche ausgelegt und liegen auf dem CSD selbst bereit. Eine stilvolles Andenken an den 1. Remscheider CSD. Zugreifen, bevor die einzige Auflage vergriffen ist.

Das Programm

Der 1. Remscheider CSD besteht aus zwei Teilen: Der Demo und der anschließenden Party im Stadtpark. Ein dritter, inoffizieller Teil, ist die anschließende Aftershowparty in der Tanzfabrik.

Die Demo

16 Uhr: Rathaus Remscheid, Anmoderation Benni Bauerdick, Redebeitrag Burkhard Mast-Weisz
16.15 Uhr: Demo zieht los
1. Stop: Mitte Hindenburgstraße/ Höhe GBG mit Redebeiträgen von Sven Wolf, MdL und Slam-Poetin Kuri
2. Stop: vor Polizeipräsidium mit Redebeiträgen von Pfarrerin Anne Simon und einem Doppelbeitrag von Jolene „Yun“ Kohn und Elias Ewald für die queere Jugend.

Die Party

17:15 Uhr Begrüßung im Stadtpark mit Videogrußwort von Schirmherr Wolfgang Tillmans

Party mit den Bands APEX und GutSo ab 17.30 Uhr, anschließend DJ Sets von deejay Kpz B2B Ben Vince und Alexander Lux.

Die Aftershowparty

Ab 22 Uhr: Aftershowparty in der Tanzfabrik, Nordstraße 27, 42855 Remscheid

Flagge zeigen: Spirituelle Impulse

Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Gott ist unfehlbar.

Spirituelle Impulse am Vorabend des 1. Remscheider CSD

Wo: Lutherkirche Remscheid, Martin-Luther-Straße 59a, 42853 Remscheid
Wann: 15. September 2023, 18.00 Uhr
Verantwortlich: Pfarrerin Anne Simon (Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde RS) und Team

In den verschiedenen christlichen Konfessionen, ebenso wie im Judentum als auch im Islam werden Lesben, Schwule, Bi- und Transpersonen (LSBTIQ*) sehr unterschiedlich wahrgenommen, mehrheitlich immer noch abgelehnt und abgewertet. Zur Begründung werden Bibel- und Koranstellen herangezogen und auch die Tradition.

Auf dem Hintergrund queerfreundlicher biblischer Geschichten und neuer theologischer Traditionen feiern wir am 15. September um 18.00 Uhr in der Lutherkirche. Pfarrerin Anne Simon und ein kleines Team verantworten spirituelle Impulse zu „Flagge zeigen“.

Wir feiern in der Hoffnung auf die schützende, stärkende und heilsame Wirkung von Gottes Segen – besonders für Menschen, die bedrängt, verfolgt und unterdrückt werden.

Und dabei haben wir Menschen in Remscheid, bundesweit, aber auch weltweit im Blick.

Bringt Freund*innen, Familien und alle mit, die Lust auf Stärkung und gute Laune haben.

www.auferstehungs-kgm.de

Stände beim CSD: Bewerbungsphase gestartet

Elias Ewald, Stephie Dobke, Jolene 'Yun' Kohn und Jens Stuhldreier (v.l.). Foto: Sascha von Gerishem

Wer sich mit einem eigenen Stand am CSD beteiligen möchte, findet die Bewerbungsunterlagen nun auf der Seite Dein Stand beim CSD.

In den Unterlagen werden alle notwendigen Informationen abgefragt, die die Arbeitskreise zur Erstellen eines runden Angebotes und eines funktionierenden Standplans benötigen.

Es werden keine Teilnahmegebühren erhoben, über eine Spende an die AGOT werden wir uns im Anschluss aber sehr freuen.

Forderungen im Plenum verabschiedet

Vera Johanna Jandt, Jens Stuhldreier, Michaela-Bahn-Schmidt, Stephie Dobke, Elias Ewald, Jolene Kohn, Jana Kawina, Sascha von Gerishem (v.l.) Foto: csd-remscheid.de

Gestern hat das Plenum den Forderungskatalog verabschiedet, mit dem wir uns auf die Demo zum CSD begeben. Die Forderungen, die wir aufgestellt haben, beziehen sich nicht nur auf Remscheid, sondern sollen die Gesellschaft mindestens bundesweit verbessern und queeres Leben sichtbarer machen.

Darum fordern wir auch unbedingt, dass die Kommune queere Jugendarbeit in Remscheid dauerhaft fördert und aktuell oder künftig teilnehmende Jugendliche sich auf das Vorhandensein queerer Jugendtreffs als sichere Orte dauerhaft verlassen können.

Den gesamten Forderungskatalog gibt es hier: Klick zum Forderungskatalog